
Lockerungen für Berlins Ausgehviertel in Sicht
Wer in eine lebendige Innenstadt zieht, entscheidet sich bewusst für das urbane Leben. Dieses Lebensgefühl zu erhalten, ist kein Widerspruch zum Anwohnerschutz – sondern Voraussetzung für ein funktionierendes Miteinander. In Berlin-Mitte hat das Bedürfnis nach Ruhe viel verändert. Es müssen seit paar Jahren z.B. Kneipen und Restaurants ihre Tische draußen schon um 22 Uhr reingeräumt haben. Verstöße wurden schon mit bis zu 5000€ Bußgeld bestraft.
Doch jetzt könnte sich was in die andere Richtung ändern. Der Senat will die Außengastronomie in Ausgehvierteln stärken und für einheitliche, praxistaugliche Regeln sorgen. Künftig könnten die Außenbereiche von Bars und Restaurants am Wochenende bis Mitternacht öffnen.
Als jemand, der sich seit Langem für den Weinbergsweg und andere Ausgehkieze in Mitte einsetzt, begrüße ich diese Entwicklung ausdrücklich. Die Richtung stimmt: weniger Bürokratie, mehr Vertrauen in unsere Kieze und endlich realistische Rahmenbedingungen für die vielen Gastronomiebetriebe in Berlin.
Jetzt kommt es darauf an, dass Berlin-Mitte diesen Weg auch mitgeht. Bei uns gibt es viele solcher Ausgehkieze. Weinbergsweg, Torstraße, O-Burger sowie Teile der Chausseestraße fallen mir da spontan ein. Wir sollten vorangehen – nicht blockieren.
Was ich davon halte hat mich auch die Morgenpost gefragt. Mein Statement samt markiger Sprüche findet ihr im Artikel unter https://www.morgenpost.de/bezirke/mitte/article411849616/kneipenlaerm-streit-giffeys-entbuerokratisierung-rettet-wirte-in-berlin-mitte.html ????
