Hitzeaktionstag im Lazarus Haus: Lernen für Berlins Zukunft
Gestern war ich zu Gast beim Hitzeaktionstag der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal im Lazarus Haus Berlin. Zusammen mit Pflegefachkräften und der BKK Diakonie habe ich mir angeschaut, wie hitzeresiliente Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Pflege aussehen können – und was wir daraus für ganz Berlin lernen müssen.
Meine wichtigsten Erkenntnisse:
Die größten Stellschrauben für mehr Hitzeschutz liegen auf Bundesebene – hier braucht es endlich konkrete Lösungen, vereinzelt die Sektorengrenzen zu öffnen.
Finanzierung ist der Schlüssel: Wer zahlt klimaangepasste Infrastruktur oder Arbeitskleidung für Pflegekräfte? Diese Frage muss dringend geklärt werden. Ebenso mehr Personal in Hitzeperioden.
Klimatisierung ist nicht gleich Klimatisierung: Wo brauchen wir sie für Pflegekräfte, wo für Bewohnerinnen und Bewohner? Die Anforderungen sind unterschiedlich – und müssen differenziert angegangen werden.
Prävention statt Reparatur: Wir müssen bevor Menschen pflegebedürftig werden, anfangen über Hitzeschutz zu informieren. Hut und Sonnencreme sind ja klar, aber feuchte Umhängetücher, Lagerung von Arzneien und umfunktionierte Wärmeflaschen vielleicht noch unbekannte Tipps.
Hitzeschutz ermöglicht Teilhabe. Viele ältere Leute verlassen bei Hitze weder Haus noch Heim. Im öffentlichen Raum benötigen wir mehr Verschattung, z.B. mit mehr Sonnensegeln. Hier sollten Pilotprojekte angestoßen und Förderkulissen gefunden werden.
Pflege ist systemrelevant – und Hitze wird zum Stressfaktor. Die Praxis zeigt: Es geht nicht nur um Technologie, sondern um Menschenwürde, Arbeitsbedingungen und gesunde Städte.
Was denkt ihr? Wo seht ihr den größten Handlungsbedarf?














